Richtige Zeitpunkt zur Welpenabgabe

                     Hinter den Kulissen

Hier  möchten wir einen kleinen Einblick in unser „Züchterleben“ geben, denn von einer kleinen Hündin bis zur Zuchthündin und dann schließlich hin zu den Welpen ist es oft ein nervenaufreibender Weg.

 Hat man sich eine Hündin für die Zucht ausgesucht, so wird sie (zusammen mit Ahnentafel und Scheckkarte)  ab dem 15. Lebensmonat zum HD/ED Röntgen gebracht.

Es gibt Tierärzte, welche Spezialisten auf diesem Gebiet sind, deshalb sind oft Hunderte von Kilometern Fahrstrecke keine Seltenheit.

Die Röntgenbilder kommen dann zur Zuchtbuchstelle und von dort an einen Gutachter zur Auswertung weitergeleitet. Nun heißt es Abwarten und Hoffen, dass die Hüfte und Ellbogen in Ordnung sind.

 Es spielen viele Faktoren bei der HD/ED  Auswertung eine Rolle:

 Passt auch der Winkel (Messung nach Norberg), sind aber Auflagerungen vorhanden, so muss diese Hüfte nicht HD-frei sein. Schnell kann eine Hündin, die gesund und lebhaft ist, eine zuchtuntaugliche Hündin sein.

Denn mit mittlerer HD und ED 3 darf nicht gezüchtet werden 

Ausser der HD beachten wir auch die Zuchtwerte Wert .

 Liegt der Bescheid vor und alles ist in Ordnung, so geht es zur nächsten Körveranstaltung. Auch hier sind Hunderte Kilometer einzuplanen.

Der Hund wird von 2 Körrichtern nach viele Kriterien begutachtet, abgeschlossen wird dies dann mit einem Wesenstest.

Zum Schluss heißt es „angekört“ oder „nicht angekört“. Ist der Hund angekört, so fällt die ganze Anspannung von uns ab und wir haben eine tolle Zuchthündin / Deckrüden.

Seit 2015 wird auch beim HD /ED Röntgen DNA Blut eingelagert  

 Ist die Hündin 20 Monate, dürfen wir sie belegen. Doch bis es soweit ist, heisst es, sich umsehen nach einem passenden Deckrüden. Nicht immer der Rüde „um die Ecke“ ist der passendere.

Viele Kriterien spielen auch hier eine Rolle:

Der Rüde muss von der HD, dem HQ-Wert und den Zuchtwerten zu der Hündin passen. Natürlich ist auch das Wesen des Rüden für uns von Wichtigkeit. Er sollte ein ausgeglichener, gut sozialisierter, kinderlieber Familienhund sein. Auch auf eine gesunde, wesenfeste und langlebige Elternlinie legen wir sehr viel Wert.

 Da es sehr schwierig ist, einen passenden Deckrüden zu finden, versuchen wir durch gezielte Verpaarung und Fremdkauf unsere eigenen Deckrüden nachzuziehen, welche zu unseren Hündinnen blutsfremd sind. Denn eine Inzucht lehnen wir ab!!! 

Viele Information über Inzucht finden sie auch hier  unter Links

Unser Obelix ein Junghund aus Tschechien 

 Gerne sagen wir Ihnen bei den Verpaarungen die Zuchtwerte und den Inzuchtkoeffizient!!  


 Das Decken und die Trächtigkeit  

 Nun ist es soweit – die Hündin ist läufig, doch wann ist sie deckbereit?   

Nicht jede läufige Hündin wird eine tragende Hündin. Manche bleiben leer, andere verwerfen oder lassen sich gar nicht erst decken. Hat man eine gute Hündin, so muss man nur den richtigen Deckzeitpunkt abwarten.

Läuft alles normal, fährt man (das Deckgeld nicht vergessen!!) mit der Hündin zum Rüden, auch hier oftmals wieder Hunderte von Kilometern. Mit einem Tag Pause dazwischen wird die Hündin 2x gedeckt. Ist die Entfernung sehr weit, fallen auch noch zusätzlich Hotelkosten an. Manchmal fährt man aber auch öfter, weil sich die Hündin doch nicht hat belegen lassen.

 Nun heisst es wieder abwarten und beobachten, trägt die Hündin oder nicht und hoffentlich ohne hinzukommende Komplikationen. Die Hündin bekommt ab Mitte der Trächtigkeit bei uns ein hochwertiges Futter extra für trächtige Hündinnen und sie wird langsam an die Wurfbox gewöhnt.

 Die Geburt

 Endlich ist es soweit! Wenn die Geburt beginnt, lassen wir die Hündin nicht mehr alleine, egal zu welcher Tages- oder Nachtzeit. Hoffentlich geht alles seinen natürlichen Gang und sie kann die Kleinen aus eigener Kraft zur Welt bringen. Ein Kaiserschnitt birgt ein sehr hohes Risiko und ist mit enormen Kosten verbunden. Es ist zu hoffen, dass auch alle Welpen die Geburt überstehen.

Es gibt Würfe, bei denen  einige Welpen  (manchmal leider auch alle) tot sind oder manche Welpen ein paar Tage nach der Geburt noch sterben können.

Vieles kann passieren und es ist nicht immer leicht für uns, einen der Kleinen zu verlieren, obwohl man alles versucht hat. Eine traurige Stimmung ist in solchen Fällen ganz normal, denn wir lieben all unsere Hunde, egal ob groß oder klein.

Sind die Kleinen gesund und munter, ist zu hoffen, dass die Hündin genug Milch hat. Ansonsten heißt es für uns alle 2 Stunden ,Tag und Nacht, mit der Flasche füttern, bis die Welpen von selbst fressen. 

 Ist die Geburt abgeschlossen, wird die Wurfbox gereinigt und gemütlich eingerichtet, damit sich Hündin und Welpen entspannen und zur Ruhe kommen können.

 Die Welpen sind da

 Jetzt ist besonders darauf zu achten, dass alle Welpen genug trinken. Dazu wird das Gewicht kontrolliert.

Bei der Hündin achten wir darauf, dass sich die Gebärmutter reinigt. Jetzt werden x-mal am Tag die Decken gereinigt und die Hündin zum lösen hinausgebracht.

Als Futter bekommt sie nun hochwertiges Futter und ausreichend Tee, um die optimale Milchleistung zu fördern.

Nachts haben wir ein Nachtlicht an, damit die Hündin all ihre Welpen sofort findet. Die ersten 2-3 Wochen schlafen wir im Wurfraum. Unser Babyphone ist im Dauereinsatz, denn quietscht ein Welpe, so können wir sofort nachsehen, da so ein kleiner Welpe unbewusst von der Mutter erdrückt oder eingeklemmt werden kann.

Legen die Kleinen gut an Gewicht zu, sind wir natürlich sehr zufrieden, doch ein Rest Sorge bleibt. Hoffentlich entwickeln sich alle weiterhin gut und bleiben gesund.

Es gibt verschiedene Krankheiten, die Welpen bekommen können und dann sterben oder eingeschläfert werden müssen. Deshalb lassen wir auch Besucher erst ab der 4. Lebenswoche zu den Welpen, denn dann ist ihr Immunsystem schon etwas gefestigt.

Bis zur 6. Lebenswoche sind die Welpen dann bereits mehrmals  entwurmt.

Entwurmen ist wichtig, denn verwurmte Welpen sind nicht gesund und können in ihrer Entwicklung gehemmt werden, ja, sie können auch krank und lebensschwach werden.

Deshalb schreiben wir Ihnen auch unseren Entwurmungsplan  (wann und mit welchem Mittel wir entwurmt haben) auf. So kann Ihr Tierarzt die nächste Entwurmung besser planen. 

Foetale Phase   0 bis 10 Tage

die kleinen sind blind  und Taub  ihre Hauptbeschäftigung ist das nuckeln an der Milchbar und schlafen. Doch hier erfahren sie schon, durch das hoch heben und auf verschiedene Unterlagen legen (beim Decken austauschen ect.) und liebevolles streichelnl dass auch fremde Situationen nicht schlimm sind sondern ganz angenehm sein können. pos. Stress erfahren ist sehr wichtig.  

Übergangsperiode vom 11 bis 21 Tagelangsam öffnen sich die Ohren und die Augen am Anfang sehen die kleinen alles etw. verschwommen. Sie nehmen jetzt ihre Geschwister und ihre Mama wahr. Sie fangen an sich gegenseitig abzulecken auch die ersten bell-Versuche werden unternommen. Auch das laufen wird geübt - am Anfang sind sie noch sehr wackelig auf den Beinen Jetzt werden sie langsam an Geräusche gewöhnt . Hier lernen sie die ersten Alltagsgeräusche kennen. Die Mama verbringt noch sehr viel Zeit bei den kleinen sie gibt ihnen Sicherheit und Nestwärme. 

Die  Prägephase beginnt , die Augen und Ohren sind geöffnet und er fängt an, sich in der Wurfbox zu bewegen. Er nimmt jetzt seine Umwelt wahr. Der Welpe orientiert sich an seiner Mutter von ihr lernt er, wie Sozialverhalten und Kommunikation unter Hunden funktioniert und testet sich selbst im Umgang und Spiel mit seinen Geschwisterchen aus.

Jetzt wandern unsere kleinen vom Bügelzimmer in den großen Auslauf hier haben sie eine kuschel Höhle eine überdachte Spielfläche und freien Zugang nach draußen. Naturboden  mit verschiedenen Untergründen und Spielflächen. 

Ab der der 3.Wo bekommen die Welpen zusätzlich Welpenmilch später kommt dann Tartar,Fleisch, hochwertige Fleischdosen, Trockenfutter und  auch Obst Gemüse und verschiedene Kaustangen ect lernen sie kennen und lieben. 

Bei uns sind die Welpen immer bei der Mutter, sie werden nicht getrennt, was für uns wiederum  heißt: mehr aufpassen wenn sich die Hündin zu den Welpen legt, doch von ihr lernen die Kleinen alles was sie fürs Leben brauchen. Die Hündin entscheidet wann die Milchbar geschlossen ist. 

Unsere Enkelkinder /Nachbarskinder  sind jedesmal begeistert von den Welpen und unsere  Hündinnen akzeptieren sie sofort. So lernen die Welpen den liebevollen Umgang aus Kinderhand und unsere Enkel finden es super.

Inzwischen wird  aber auch Spielzeug interessant. Davon benötigen wir dann auch sehr viel, denn der Inhalt muss  genau untersucht werden.

 Jetzt ist es auch wichtig, dass sie mit vielen Geräuschen und auch Lautstärken (Staubsauger, Telephon, etc.) konfrontiert werden. Das Spielen, Schmusen und unsere Streicheleinheiten  finden die Kleinen ganz normal und das ist auch selbstverständlich. Auch  das Bürsten, Ohrenreinigen und Zähne kontrollieren ist selbstverständlich. Neugierig wie sie sind, entdecken sie auch bald die  Klappe durch die sie in den Auslauf ins freie kommen. Das spiel mit den Dackeln gehört nun auch dazu

Geht es ans Fressen, müssen wir nur noch pfeifen und schon kommen sie aus allen Ecken und Winkeln gerannt. Wir müssen hier wieder sehr aufpassen, denn die kleinen Häufchen und Pfützchen sollten draussen bleiben. Also geht es nach dem Aufwachen und Fressen sofort raus ins Freie. Selbstverständlich sind sie nicht gleich stubenrein, doch ein bestimmtes Ritual prägt sich ein. Sie wissen auch ganz schnell, wenn es abends eine Kaustange gibt, dann wird geschlafen.

Stundenweise kommen die kleinen dann abwechselnd zu uns ins Haus. sie sollten schließlich vieles kennen lernen.

 Man kann sich bestimmt vorstellen, dass wir alle Hände voll zu tun haben, denn Schuhe, Möbel, Abfalleimer – alles wird interessant und nichts von alldem wird von uns weggeräumt. Es heisst dann ganz klar NEIN, denn alles darf nicht sein!! Hat die Hündin nur 1 Welpen, sind wir fast noch mehr gefordert, denn hier müssen wir die Geschwister ersetzen und noch mehr mit ihm toben und spielen.

  Erlaubt es die Mama, dann dürfen sie auch unsere anderen Bernhardiner, ihre Tanten und Onkel,  kennen lernen.

 Neben dem ganzen Putzen, Schmusen usw. müssen natürlich auch Fotos gemacht werden, damit Sie, lieber Interessierte sich ein Bild von uns machen können. So sehen Sie gleich, wie natürlich die Welpen aufwachsen. Auch Telefonate  mit den zukünftigen Hundebesitzern stehen bei uns auf dem Tagesprogramm, was für uns auch wichtig ist. Vertrauen wir uns gegenseitig, steht dem Aussuchen von einem Welpen nichts mehr im Weg.

 8 Wochen – ein Lebensabschnitt wird beendet 

 Die Kleinen werden nun bei uns zu Hause gechipt , denn Tierarzt-Stress wollen wir vermeiden.

Dann kommt der Zuchtwart zur Wurfabnahme. Augen, Zähne, Hoden, Gesundheit, Farbe – der ganze kleine Kerl bzw. das Mädel wird ins Visier genommen.

Alles O.K., alles in einem Zuchtprotokoll notiert  und sie bekommen noch eine  VDH Ahnentafel vom St. Bernhardklub.

in der 9 Woche ist die erste Impfung fällig und es gibt ein Gesundheitprotokol (unteruchung von Lympknoten, Hoden, Haut, Ohren... ) vom Tierarzt.

Wurfabnahme heißt auch bald Abschied nehmen hier ein toller Beitrag für den  Richtige Zeitpunkt zur Welpenabgabe

 Nun sind sie aus dem Gröbsten raus und nach ein paar Tagen werden sie uns dann leider  auch schon verlassen und wir bleiben mit einem weinenden Auge und der Hoffnung, dass sie ein sicheres und liebevolles Zuhause bekommen, zurück.

 Wir könnten noch so sehr viel mehr aufzählen (Schlaflose Nächte, Kosten, etc.), aber für uns gilt:

Wir als Züchter leben FÜR die Hunde

                und nicht VON den Hunden.

 

   Wir züchten aus Liebe zur Rasse, um sie zu

                verbessern und zu erhalten.

  Deshalb werden unsere Welpen mit  einen Kaufvertrag (zum Wohle des Hundes) abgegeben. Es gibt  auch Informaterial über die Erziehung und Ernährung des Welpen. Auch nach dem Welpenkauf stehen wir gerne mit unserem Wissen zur Verfügung. Unsere Zuchtstätte ist beim Veterinäramt Erding eingetragen. 

Ich, Elfriede Kolbeck, habe die Tierschutzsachkundeprüfung  erfolgreich abgelegt. TA Anuschka Schwimmer  und ihre  Kollegien haben immer ein Auge auf unsere Hunde

 

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Viele unserer Welpen hatten eine weite Heimreise - ob mit Auto oder Flugzeug - bisher hatte keiner Schwierigkeiten damit. Wir danken allen Welpen Familien für das in uns gesetzte Vertrauen, dass sie so weite Strecken für eine Welpen von uns in Kauf nahmen. Welpen von uns wohnen nicht nur in ganz Deutschland sondern auch in Finnland, Tschechien, Amerika, San Diego, Russland, Italien, Österreich, Schweiz, Dänemark,Niederlande und Kroatien.

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